Beim Siebdrucken in den Werkstätten der Kunsthochschule. Foto: Fay Nolan, weißensee kunsthochschule berlin

Die von der Peter und Irene Ludwig Stiftung finanzierte Professur für Druckgrafik an der weißensee kunsthochschule berlin startet zum Sommersemester. Nach einer offenen internationalen Ausschreibung traf eine Fachjury die Auswahl der Kandidat_innen. Die erste Ludwig-Stiftungsprofessur wird die 1978 in Berlin geborene Zeichnerin Lisa Wilkens ab 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 besetzen. Ihr folgen der in New York lebende Künstler Rob Swainston (2020/2021) und die Berliner Künstlerin Marina Naprushkina (2021/2022).

In der Pressemiteilung heißt:
Die auf drei Jahre verabredete Kooperation mit der Aachener Stiftung basiert auf einer gemeinsamen Geschichte: Die weißensee kunsthochschule sitzt in einem ehemaligen Firmengebäude der Unternehmer-Familie Monheim, der Irene Ludwig angehörte. Die aus Aachen stammende Familie hatte in Berlin-Weißensee einen weiteren Sitz für ihre internationale Schokoladen-Produktion gegründet. Peter Ludwig, zusammen mit seiner Frau Irene wichtiger deutscher Kunstmäzen und Namensgeber der gleichnamigen Stiftung, war nicht nur promovierter Kunsthistoriker, sondern leitete von 1951 an lange Jahre erfolgreich das Unternehmen.
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Druckgrafik hat seit jeher im Kanon der künstlerischen Ausbildung eine große Rolle gespielt. Die Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der weißensee kunsthochschule berlin soll mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen die Zeitlosigkeit und zugleich Aktualität der Druckgrafik ins Bewusstsein rücken. Von der Tradition zur Innovation: Eine historisch überlieferte Gattung beweist einmal mehr, dass sie bestens zum künstlerischen Experiment und zur kreativen Auseinandersetzung geeignet ist.

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