Der mit 15.500 Euro dotierte Fred-Thieler-Preis, der seit 1992 in Berlin alljährlich in der Berlinischen Galerie verliehen wird, geht in diesem Jahr an den Maler Günter Umberg (geb. 1942 Bonn). Umberg geht es um den Prozess des Malens. Seine "schwarzen" Bilder sind oft aus bis zu 50 Schichten zusammengesetzt, die aus in Terpentin gelösten Dammarharz und Pigment bestehen. Beim Betrachten der Bilder findet eine Umkehrung von Sehgewohnheiten statt, man sieht nicht auf die Bilder, sondern in sie hinein in eine optisches Nichts.

Ausgezeichnet werden Künstler/innen, die ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Deutschland haben und deren Werk abseits vom aktuellen Marktgeschehen "Positionszeichen" in der Entwicklung zeitgenössischer Kunst setzt. Preisträger waren u.a.Cornelia Schleime, A.K. Dolven, K.H.Hödicke, Eugen Schönebeck, Katharina Grosse, Peter Bömmels.

Die Preisverlehung findet am 17. März, dem Geburtstag Fred Thielers, in der Berlinischen Galerie statt.