Anzeige
me

Berlin Daily 13.08.2020
Die Mauer fiel uns auf den Kopf

19-21h: Filmscreening und Gespräch mit Gülriz Eğilmez, Angelika Nguyen und Peggy Piesche im Rahmen der Veranstaltungsreihe MEMORY CARE bei district berlin

(Einspieldatum: 19.07.2016)

Direktor und Chef-Kurator Paul Spies stellt Zukunftsstrategie für das Stadtmuseum Berlin vor

von Presse
bilder


v.l.n.r. Moritz van Dülmen (Kulturprojekte Berlin GmbH), Michael Müller (Regierender Bürgermeister), Paul Spies (Direktor des Stadtmuseums / Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum)

Berlin global vernetzt

Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Kulturstaatssekretär Tim Renner hat Paul Spies, der Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum und Direktor des Stadtmuseums Berlin, gestern im Märkischen Museum den Stand der konzeptionellen und organisatorischen Planungen für die Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum vorgestellt. Darüber hinaus hat Spies in seiner Eigenschaft als Direktor des Stadtmuseums Berlin den Masterplan für das Stadtmuseum präsentiert.

Im Humboldt Forum wird sich Berlin in seiner internationalen Dimension präsentieren – die Welt in Berlin und Berlin in der Welt. Diese Ausstellung mit globalem Fokus hebt sich deutlich von den fünf anderen Standorten ab, an denen Lokalität im Vordergrund steht.

Das Konzept für den den Masterplan für das Stadtmuseum und die Planungen für die Berlin-Ausstellung im Humboldt Forum beziehen sich wechselseitig inhaltlich aufeinander und sind als Gesamtstrategie des Stadtmuseums Berlin zu verstehen. Die Umsetzung dieser Pläne kann und wird nur in einem mehrstufigen Prozess erfolgen.

"Ausgangspunkte

„Weltweit ändern sich Städte und gewinnen an Bedeutung, sie sind die ‚Schnellkochtöpfe‘ einer neuen globalen, superdiversen Gemeinschaft. Die Stadtmuseen verändern sich mit ihnen und befinden sich in einer Umbruchphase. Stadtmuseen haben das Potenzial, die Analysten und Katalysatoren der Stadtidentität zu sein. Sie können die vielfältigen Stadtakteure und Communities ansprechen und sie für ein aktives Partizipieren am Leben und der Kultur ihrer Stadt gewinnen“, sagt Paul Spies überzeugt.

Diese Visionen möchte er gerne auf die fünf Häuser des Stadtmuseums Berlin übertragen: Märkisches Museum, Ephraim-Palais, Nikolaikirche, Knoblauchhaus und Museumsdorf Düppel. Hinter all den Standorten und der fulminanten Sammlung verbergen sich Zeitschichten und wahre Schätze. Gemeinsam bieten sie enormes Potenzial, die Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der (Welt-)Stadt Berlin bildhaft, glaubwürdig und multiperspektivisch zu erzählen sowie in den Dialog mit den Menschen der Stadt und ihren Gästen zu treten. Vernetzung, Kooperation und Teilhabe werden grundlegende Prinzipien der Museumsarbeit sein – offline wie online.

Werkabbildung

Das Stadtmuseum Berlin der Zukunft soll DER zentrale Ort und Ansprechpartner für die Geschichte Berlins sein – ein „Informations- und Verteilerzentrum“, das einerseits die Stadtgeschichte aufbereitet und andererseits im Sinne kooperativen Denkens und Wirkens auf Orte verweist, an denen Berlin-Geschichte ebenfalls erlebbar ist bzw. weiterführende Informationen zu finden sind. Die Vielstimmigkeit der Stadt wird genutzt, um Stadtgeschichte(n) zu erzählen, klassische Produkte einzusetzen aber auch neue, zeitgemäße Formate zu erproben und Debatten zu berlinbezogenen und allgemein urbanen Themen anzustoßen. Das Stadtmuseum Berlin soll Vorbild sein und sich zu einem Akteur entwickeln, der lokal, deutschlandweit und international bekannt, anerkannt und gefragt ist.

Kurz-, mittel und langfristige Planungen

Unter dem Namen Stiftung Stadtmuseum Berlin sind bislang alle fünf Museen sowie alle übergreifenden Aktivitäten und die Kommunikation gebündelt. Welche Häuser mit welchem Profil dazu gehören, ist der Öffentlichkeit trotz der über 20-jährigen Geschichte der Stiftung kaum bekannt. Daher soll das Stadtmuseum Berlin künftig nur noch intern, in Angelegenheiten der Förderung und Verwaltung sowie bei offiziellen Auftritten im Vordergrund stehen. Teil dieser Neuausrichtung ist es, stattdessen die einzelnen Standorte (weiter) zu entwickeln und ihr Profil zu schärfen. Jedes Museum soll eine unverwechselbare Identität erhalten, bekannt werden und sich positiv in der Öffentlichkeit verankern.

Das Märkische Museum und das Marinehaus werden künftig eine Einheit bilden und das Herzstück eines neuen Museums- und Kreativquartiers am Köllnischen Park sein. Im Märkischen Museum wird die Geschichte der Stadt Berlin erzählt. Die Narrationen in der Dauerausstellung wie auch in den Wechselausstellungen unterscheiden sich dabei deutlich von kommerziellen Angeboten. Das Märkische Museum wird durch das einzigartige historische Gebäude, herausragende Ausstellungen, die u. a. anhand eigener Originalobjekte erzählt werden, und eine neu konzipierte Sammlungspräsentation nach der Renovierung und Neugestaltung zu einem „Must see“ in Berlin. Dazu gehören auch ein Leitsystem, verbesserter Besucherservice in Shop und Café sowie abwechslungsreiche Ansätze in der Vermittlung.
Das Marinehaus als Aktivitätenzentrum und Stadtlabor erweitert die Angebote des Märkischen Museums um neue öffentlichkeitswirksame Formate, in denen Museum, freie Szene und andere Akteure zusammen denken, arbeiten und bei denen Partizipation das zentrale Leitmotiv ist.

Werkabbildung

Die weiteren Häuser werden mittelfristig auf bauliche, inhaltliche und personelle Bedarfe geprüft und analysiert. Das Ephraim-Palais bleibt der Standort für große Sonderausstellungen zu Berliner (Alltags-)Kultur und Lebensgefühl. Das Knoblauchhaus ist der historische Ort, der am Beispiel der Biedermeier-Epoche die vielschichtige, wirkungsreiche (Berlin-)Geschichte der Umbruchszeit des 19. Jahrhunderts erzählt. Das Baudenkmal Nikolaikirche soll weniger klassisches Museum als vielmehr Raum für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Ort sein. Im Austausch und Dialog mit Künstlerinnen und Künstlern soll die ehemalige Kirche zu einem Raum der Besinnung und der politischen Debatte werden. Das Museumsdorf Düppel baut nach umfassender Sanierung und Restaurierung seinen Ruf als international anerkanntes Zentrum für Experimentelle Archäologie weiter aus. Es entwickelt sich zu einem der Partizipation und Nachhaltigkeit verpflichteten Ort, an dem das Leben im Mittelalter nachempfunden und erlebt werden kann...." (Presse)


Stiftung Stadtmuseum Berlin
Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins
http://www.stadtmuseum.de

Presse

weitere Artikel von Presse

Newsletter bestellen




top

Titel zum Thema :

Ankauf zeitgenössischer Kunst für Berliner Sammlungen
Wer bekommt was von wem?

Tag des offenen Denkmals 2020 findet statt
Kurzinfo: Der für den 12. und 13. September 2020 geplante Tag des offenen Denkmals findet trotz Corona statt.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK): Aus eins mach vier (Teil II)
Jetzt melden sich die der Direktorinnen und Direktoren der Staatlichen Museen zu Berlin mit einer Stellungnahme zu Wort, die Aufmerksamkeit beansprucht.

berlin daily (bis 16.8.2020)
berlin daily mit Tipps rund um die zeitgenössische Kunst". Unser Blick geht über die Berliner Stadtgrenzen hinaus und berücksichtigt verstärkt Veranstaltungen, die in dieser Woche im Netz stattfinden.

Aus unserem Archiv: Hermann Nitsch in Berlin
2006 gab es erstmals auf art-in-berlin auch Videos zur zeitgenössischen Kunst zu sehen. Eines der ersten war zu Hermann Nitsch "Orgien-Mysterien-Theater" im Gropius Bau. Noch etwas holprig im Ton, trotzdem sehr informativ.

Mentoringprogramm für weibliche Führungskräfte im Kulturbereich
Ausschreibung: Jetzt online: Ausschreibung für hoch qualifizierte, weibliche Mentees, die im Kultur- und Medienbereich eine Führungsposition anstreben

Teilnehmende Galerien auf der POSITIONS Berlin Art Fair und paper positions.berlin
Info: Wer im September an der diesjährigen POSITIONS Berlin Art Fair und paper positions.berlin teilnimmt, lesen Sie hier:

Interviews in Ausnahmesituationen – mit Zuzanna Skiba
Urszula Usakowska-Wolff im Gespräch mit Zuzanna Skiba: "Je dramatischer einem das Leben begegnet, desto individueller kann die künstlerische Arbeit werden, wenn man sie kompromisslos ehrlich und authentisch betreibt. ..."

Ankaufetat der Bundeskunstsammlung auf 3 Millionen Euro erhöht
Kurzinfo: Der Ankaufetat der Bundeskunstsammlung wird von 2,5 Millionen Euro auf 3 Millionen Euro erhöht.

berlin daily (bis 09.8.2020)
berlin daily mit Tipps zu Veranstaltungen rund um die zeitgenössische Kunst". Unser Blick geht über die Berliner Stadtgrenzen hinaus und berücksichtigt verstärkt Veranstaltungen, die in dieser Woche im Netz stattfinden.

Untersuchung Kunstsystem - Visualisierungen von Netzwerkanalysen
Digital: Aus den Metadaten zu den 35.000 Künstlern*, die wir in einer Datenbank erfasst haben, lassen sich bestimmte Gruppen herauskristallisieren.

Ausstellung von Yayoi Kusama verschoben
Kurzinfo: Der Gropius Bau verschiebt seine ursprünglich für diesen September geplante Überblicksausstellung zu Yayoi Kusama auf März 2021. Grund: die COVID-19-Pandemie.

Initiative Draußenstadt
Stipendienprogramm für Künstler*innen und Kurator*innen sowie für künstlerische Projekte im Stadtraum

Podcast-Reihe: KONTINENT – Auf der Suche nach Europa
Schon jetzt ist die Podcast-Reihe zur Ausstellung KONTINENT – Auf der Suche nach Europa der Ostkreuz – Agentur der Fotografen und der Akademie der Künste am Start, auch wenn die Ausstellung erst im Oktober folgt.

Felix Nussbaum in der Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums
Kurzinfo: Opferperspektiven auf Verfolgung im Nationalsozialismus. Deutsches Historisches Museum präsentiert Gemälde-Ensemble von Felix Nussbaum in der Dauerausstellung

top

zur Startseite

Anzeige
Responsive image

Anzeige
Responsive image

Anzeige
Responsive image

Anzeige
Responsive image

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
ifa-Galerie Berlin




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Alfred Ehrhardt Stiftung




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie im Saalbau




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie im Körnerpark




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie Parterre Berlin




© 1999 - 2020, art-in-berlin.de Kunstagentur Thomessen Hartlieb-Kühn GbR.