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Berlin Daily

(Einspieldatum: 04.04.2018)

Mit der Männerkunst in Berlin zur Gegenbewegung der Frauen-Thematik

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Kunstausstellungen scheinen sich derzeit vor allem um eines zu drehen: Die Thematik der Frau. Ob feministische Ansätze, die Beschäftigung mit dem eigenen Körper oder eigenes Erlebtes – die Kunst der Frau ist derzeit ganz hoch im Kurs. Doch mit gegenteiligen Ausstellungen wie „Chromosom XY. Männerkunst – Herrenkunst“ von Wolfgang Müller und An Paenhuysen entsteht derzeit auch eine Art Gegenbewegung.
Längst erobern Frauen die Kunstwelt Berlins in einem ganz neuen Ausmaß: Ganze Ausstellungen wie etwa in der Tate Britain sollen sich nur noch um Frauenkunst drehen, um ein Statement in die Welt zu setzen und die Aufmerksamkeit unter anderem auf die Gleichberechtigung der Frauenwelt zu lenken. Doch was wird dabei aus den Männern, die sich mit Kunst beschäftigen und alles andere im Sinn haben, als unnütze Macho-Gesten? Die Männerwelt zeigt sich (zurecht) zunehmend genervt und demotiviert, wird doch aktuell alles Männliche und Mann-Geschaffene zur Seite gerückt.

Die Ausstellung „Chromosom XY. Männerkunst-Herrenkunst“ unter An Paenhuysen und Wolfgang Müller kann in diesem Sinne als Gegenbewegung zum Fokus auf die Frauenkunst gesehen werden. Auch Männerkunst kann inspirieren, viele Interpretationen erlauben und die neue Frauenbewegung unterstützen, ohne dabei ein „Machogefühl“ mitzubringen. In dieser Ausstellung sind es vor allem Gesten, die zum Nachdenken anregen und nicht als direkt männlich angesehen werden, die zum Ausdruck kommen. Das beste Beispiel hierfür ist Daniel Chluba, der mit seinem sogenannten „Hasskäppchen“ bereits in Österreich aufgrund des Verbots von Bedeckungen dieser Art verhaftet wurde. Was genau er damit vermitteln möchte, bleibt dem Betrachter überlassen – und hängt für die meisten sicherlich mit dem Verbot von Burkas in Österreich zusammen.

Es ist die clevere Männerkunst, die auf verschiedene Weisen anregt und damit das Recht hat, ins Bild gerückt zu werden, anstatt im Hinterstübchen der Frauenkunst zu versauern. Flache und dümmliche Herrenkunst hat in dieser Ausstellung laut der belgischen Kuratorin Paenhuysen nichts zu suchen. Auch Männer in ihren Gedanken benötigen in dieser Zeit der bewussten vorrangigen Stellung von Frauenkunst ein Sprachrohr, einen Ort zum Entfalten.

Solche Gegenbewegungen befinden sich jedoch auf dünnem Eis, da sie recht schnell missverstanden und missinterpretiert werden. Dass die Frauenbewegung dadurch unterdrückt, entkräftet oder entwertet werden soll, könnte beispielsweise ein häufiger Gedanke zu Kunstausstellungen wie dieser sein. Das zeigt unter anderem die Tatsache, dass die Betreiberin des Berliner Kunstraumes Display zwei Wochen vor der geplanten Ausstellung absagte – obwohl die Männerkunst-Ausstellung dort fest eingeplant war, warf sie bei ihr wohl doch gewisse ethische Zweifel auf.

Wer diesem Phänomen entgegenwirken und Berlin im Zuge der Männerkunst-Herrenkunst Ausstellung einmal besuchen möchte, sollte bei der Buchung schnell sein. Gerade der Berlin-Tourismus boomt und Deutschlands Hauptstadt ist ein beliebtes Reiseziel. Es kommt allerdings ganz darauf an, welche Art von Urlaub ein Buchender sucht. “Soll es ein modernes Design in zentraler Lage sein, eine umweltfreundliche Oase der Entspannung oder lieber ein Luxus-Design-Hotel in zentraler Lage?”, so die Fragestellung seitens des Reiseexperten Voyage Privé. Damit die Berlin-Reise rundum gelingt, lohnt es sich, auch andere Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten wahrzunehmen. Derzeit findet beispielsweise auch die Jessica Rankin und Paul Pfeiffer Ausstellung in der Galerie Carlier Gebauer statt, über die Sie sich in unserem Artikel zum Thema genauer informieren können. So ist durch vielseitige und tiefgründige Kunst beider Geschlechter für den anspruchsvollen Kunstgeschmack sicher in jeder Hinsicht bestens gesorgt.

Bildhinweis: Pixabay.com theharpreetbatish pixabay.com

Maria Lengemann

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