Die neue Bibliothek des Goethe-Instituts Athen, 2020. Querformat
© Goethe-Institut Athen / Thalia Galanopoulou
Das Präsidium des Goethe-Instituts hat letzte Woche eine umfangreiche Transformation der globalen Organisation beschlossen. Diese wird notwendig, um seine Handlungsfähigkeit weiterhin zu gewährleisten, die durch mittelfristige Einsparungen von rund 24 Mio. EUR pro Jahr beschnitten scheint. Das Jahresbudget 2023 betrug 239 Mio. Euro. Der Regierungsentwurf für 2024 sieht jetzt eine Reduktion um circa 3,3 Prozent vor.
U.a. bedeutet die Budgetkürzung, dass neun der 158 Institute - Bordeaux, Curitiba, Genua, Lille, Osaka, Rotterdam, Triest, Turin, Washington sowie das Verbindungsbüro Straßburg - schließen. Sie erfordert auch die Verkleinerung oder Zusammenführung von Strukturen sowie den Umzug von Präsenzen in günstigere Liegenschaften. Und nicht zuletzt werden bis zu 110 Stellen im Netzwerk abgebaut. Als offizieller Grund für die Neuausrichtung werden Veränderungen der geopolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen genannt.
Positive steht dagegen, dass gleichzeitig neue Präsenzen ermöglicht werden. Bspw. erfährt das
Goethe-Institut im Kaukasus eine Aufwertung, außerdem will man sich stärker in der Republik Moldau, in Texas und im Mittleren Westen der USA sowie im Südpazifik engagieren. Vorgesehen ist zudem, neben den Goethe-Instituten in Warschau und Krakau eine weitere Präsenz in Polen.
Und noch ein Punkt scheint wichtig: das Angebot an Sprachkursen, Prüfungen und Förderprogrammen soll digitaler und effektiver gestaltet werden, was vielleicht angesichts der Fachkräftediskussion hierzulande dringend notwenig ist.
Die Präsidentin des Goethe-Instituts Prof. Dr. Carola Lentz erklärt dazu:
„Angesichts von zunehmendem Populismus und Nationalismus, illiberalen Kontexten und Fluchtbewegungen ist die Arbeit des Goethe-Instituts wichtiger denn je. Sie ermöglicht, dass Menschen weltweit unser Land und unsere Sprache kennen lernen. Sie stärkt den Austausch zwischen Gesellschaften und schafft Netzwerke und Freiräume, in denen wir gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen entwickeln können. ... Durch die jetzt angestoßene Transformation sichert das Goethe-Institut angesichts neuer politischer Herausforderungen und geringerer finanzieller Spielräume seine langfristige Handlungsfähigkeit.“
www.goethe.de
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Berlin Daily 16.03.2026
Bruderland ist abgebrannt & Der zweite Anschlag
18 Uhr: Film-Abend zur Ausstellung „Heute noch, morgen schon“ mit den Filmemacherinnen Angelika Nguyen und Mala Reinhardt. Stadtteilzentrum KREATIVHAUS, Fischerinsel 3, 10179 Berlin
Goethe-Institut kündigt umfassende Transformation an
von chk
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