Erez Israeli, Schädel, 2026, Styropor, rumänischer Wollteppich, Wolle, Schädel: 120 × 90 × 85 cm, zwei Quasten, ausgelegt, je ca. 250 × 35 cm, Courtesy the artist, Foto: © Waldemar Brzezinski/ROHKUNSTBAU

Was ist das Neue? Und wie kommt es in die Welt? Beim 31. ROHKUNSTBAU im Lausitzer Barockschloss Altdöbern dreht sich alles um die „Kunst des Überschreitens“.

Mit Werken von Silvina Der Meguerditchian (ARM/ARG), Klaus Elle (D), Denise Flamme (D), Andros Foros (CZ), Matthias Garff (D), Christina Glanz (D), Johan Grimonprez (B), Manaf Halbouni (SYR/D), Erez Israeli (IL), Jörg Mandernach (D), Tra My Nguyen (VIE), Viktor Petrov (BUL), Paloma Varga Weisz (UNG/D), Kateřina Vincourová (CZ), Ulrich Vogl (D), Anne Wenzel (NL/D).

Der 31. ROHKUNSTBAU beschäftigt sich mit der „Kunst des Überschreitens“ und fragt: Was ist das Neue? Und wie kommt es in die Welt? Die diesjährige Ausstellung tastet nach Möglichkeiten und Grenzen der Transformation des Bestehenden. Sie konzentriert sich dabei auf die Perspektive der Handelnden innerhalb einer vorstrukturierten Ordnung, kurz: auf die Logik des Überschreitens des Gegebenen hin zu etwas Neuem.

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Kateřina Vincourová, One With the Other (Eins mit dem anderen), 2006, aufblasbare Puppen, Füllmaterial, schwarze Bälle, 320 x 300 x 60 cm, Courtesy COLLETT Prague | Munich, Foto: Studio Kateřina Vincourová, Prag, Foto: © Waldemar Brzezinski/ROHKUNSTBAU

Dabei wird der 31. ROHKUNSTBAU zugleich den berechtigten Zweifel befeuern, ob wirklich alles, was neu ist, auch gleich besser ist und somit das Fortschrittsparadigma der Moderne auf den Prüfstand stellen. Denn bedeutet die Veränderung zu etwas Neuem notwendig Fortschritt? Oder ist Veränderung vielleicht lediglich ganz banal das Resultat des Überschreitens auf einem anderen Zustand hin? Wie wäre dieses Andere dann zu bewerten? Und wäre es dann notwendig neu?
Beim 31. ROHKUNSTBAU geht es um gesellschaftlichen Wandel, um Manöver zur Überwindung zwischenmenschlicher Grenzen und Barrieren und die Kreation neuer interaktiver Verhältnisse und Kooperationsformen, um technologische Innovationen wie Künstliche Intelligenz und nicht zuletzt um künstlerische Strategien der Überwindung von traditioneller Seh- und Hörgewohnheiten. Der 31. ROHKUNSTBAU fragt: Worin besteht die „Kunst des Überschreitens“?

ROHKUNSTBAU – der Name steht für internationale Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Brandenburg. ROHKUNSTBAU, das bedeutet: Hochkarätige Künstlerinnen und Künstler aus zahlreichen Ländern treten mit ihren Werken in Dialog mit der historischen Architektur eines märkischen Schlosses und eröffnen damit neue Perspektiven und Sichtweisen auf die Gegenwart. Kurator Christoph Tannert wird die Räume des Barockschlosses Altdöbern im Landkreis Oberspreewald-Lausitz auch in diesem Jahr erneut mit zeitgenössischer Kunst fluten.

31. ROHKUNSTBAU im Schloss Altdöbern
13. Juni 2026 – 1. November 2026
www.rohkunstbau.net

Schloss Altdöbern
Am Park 3, 03229 Altdöbern
(Lausitz/Brandenburg)

Öffnungszeiten: Fr 13.00–18.00 Sa/So 12.00–18.00
Feiertagsöffnung: 12.00–17.00
Öffnungszeiten Oktober: Fr 13.00–17.00 Sa/So 12.00–17.00

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Schloss Altdöbern, Foto: © Waldemar Brzezinski/ROHKUNSTBAU