Bolschwewik Aussenansicht, © Goethe-Institut Moskau

Wie das Goethe Institut Anfang dieser Woche mitteilte, haben die russischen Behörden die Einstellung der Arbeit an allen russischen Standorten zum 13. September 2026 angeordnet. Von der Schließung betroffen sind die Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk.

Generalsekretärin Gitte Zschoch bedauerte, dass Bibliotheken, Fortbildungen für Deutschlehrkräfte sowie der Zugang zu deutscher Kultur und Sprache vor Ort für die Menschen in Russland damit wegfallen. In enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt werde jedoch geprüft, ob künftig digitale Angebote den Austausch aufrechterhalten können.

Das Goethe-Institut war seit 1992 in Russland aktiv. Nachdem Personalobergrenzen und Kontensperrungen die Arbeit bereits seit Mai 2023 stark eingeschränkt hatten, konzentrierte sich die Organisation zuletzt auf die Unterstützung von Netzwerkpartnern. Das Interesse blieb dennoch hoch: Allein 2025 verzeichneten die Bibliotheken in Moskau und Sankt Petersburg 35.000 Ausleihen bei 6.700 Besuchen. Zudem nahmen jährlich rund 10.000 Menschen an betreuten Sprachkursen teil, 22.000 legten Prüfungen ab und 14.000 nutzten Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte.