Kung-Fu-Meister in der Neuen Nationalgalerie

Rem Koolhaas eignet sich zum Medienstar. Die neueste Ausgabe von Architectural Digest empfindet eine starke Ähnlichkeit zwischen dem Architekten und einem Kung-Fu-Meister. Die Morgenpost glaubt bei Koolhaas' neuer Niederländischen Botschaft in Berlin Heimwerker am Werk, und die Süddeutsche Zeitung beschreibt des Architekten Stimme als leise, aber immer umstürzlerisch. So hat die Medienwelt ihren neuen Star.
Parallel zur Eröffnung der Botschaft (Die Königin hatte noch keinen Termin frei.) und der Verleihung des diesjährigen Berliner Architekturpreises hat die Neue Nationalgalerie eine Ausstellung über Koolhaas eröffnet.
Sie stellt seine Bauten, Projekte und Konzepte seit 1996 aus. Immer noch wird der Architekt und Stadtplaner als großer Theoretiker mit geringer Realisierungsrate gehandelt. Aber diese Einschätzung hätte schon vor langer Zeit revidiert werden müssen. Koolhaas baut in New York, Beijing, Chicago und Berlin. Die Liste der ausgeführten Objekte ist lang.