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Pauline Curnier Jardin (* 1980 Marseille, FR) verbindet in ihren Filmen, Performances, Installationen und Zeichnungen visuelle und narrative, manchmal surreal anmutende Elemente des Theaters und des Erzählkinos. Dabei setzt sie sich unter Verwendung einer zeitgenössischen, experimentellen Sprache mit heidnischen Ritualen, Mythologien, Folklore, Religion oder historischen Ereignissen auseinander und thematisiert Geschlechterrollen, Diversität geschlechtlicher Identitäten und Queerness*.
Simon Fujiwara (* 1982 in London, UK) wurde zuletzt einem größeren Publikum bekannt durch seine Ausstellung Hope House im Kunsthaus Bregenz, wo er das Anne Frank Haus 1:1 nachgebildet hat. Politik, Architektur, Technologie, Konsumgeschichte, digitale und soziale Medien sind Themenbereiche aus einer durch das Kapital geprägten Welt, auf die Fujiwara bei der Suche nach Authentizität zurückgreift. Dabei verschmilzt seine Identität sowie die anderer mit Wahrheit und Fälschung, Gegenwart und Vergangenheit oder historischer Verantwortung und beschreibt kontroverse Themen des Menschen im 21. Jahrhundert.
Flaka Haliti (* 1982 Prishtina, Kosovo) setzt sich in ihre Skulpturen und Installationen mit geopolitischen Grenzen, mit Sehnsüchten und Sehnsuchtsorten auseinander. Sie thematisiert Machtstrukturen, Migration und Mobilität in Europas. Ihr skulpturales Schaffen ist politisch und zugleich poetisch, ihre Formensprache abstrakt mit Alltagsbezügen.
Katja Novitskova (* 1984 in Tallinn, Estland), die installativ arbeitet, untersucht digitale Datensysteme und erforscht jenseits eines anthropozentrischen Weltbildes Möglichkeitsräume, in denen durch die Transformation von Organischem in digitale Daten Natur und Technologie neu verortet werden.
Als Gemeinsamkeit in der Ausstellungstätigkeit der vier Künstler*innen lässt sich feststellen: Alle vier waren - wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten - auf der Venedig Biennale vertreten. Simon Fujiwara, Flaka Haliti, Katja Novitskova darüberhinaus im jeweiligen Länder-Pavillon. Überhaupt fällt ihre rege Ausstellungsteilnahme an Biennalen auf, so war bspw. Simon Fujiwara auf 11 Biennalen weltweit vertreten, die drei Künstlerinnen stellten im Schnitt bisher auf drei Biennalen aus.
Auch im Museumskontext sind die vier keine Unbekannten: sie tauchen mit zahlreichen Einzelausstellungen und der Teilnahme an Gruppenausstellungen in Museen auf wie dem Kumu Art Museum in Tallinn, im Kunsthaus Bregenz oder in der Kunsthalle Lissabon, um nur einige zu nennen.
Und, sie sind bereits in renommierten Galerien (z.B. Flaka Haliti in der Münchner Galerie DEBORAH SCHAMONI oder Simon Fujiwara in der New Yorker Andrea Rosen Gallery oder Katja Novitskova bei Kraupa-Tuskany Zeidler in Berlin) vertreten ebenso auf den großen Kunstmessen Art Basel, Frieze London, art cologne oder der art berlin.
Mehr dazu in unseren Kurzbiografien:
Pauline Curnier Jardin - www.art-in.de
Simon Fujiwara - www.art-in.de
Flaka Haliti - www.art-in.de
Katja Novitskova - www.art-in.de
Ausstellungslaufzeit im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart:
16.08.2019 – 12.01.2020
Berlin Daily 23.01.2026
Videoart at Midnight: Caspar Stracke
24 Uhr Kino BABYLON | Rosa-Luxemburg-Straße 30 | 10178 Berlin
Notizen zu den Künstler*innen der Shortlist zum 10. Preis der Nationalgalerie
von chk
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