Porträt von Prof. Dr. Bazon Brock, Copyright Verena Berg

Nein, Bazon Brock ist nicht tot, deshalb erhält das documenta archiv auch nicht dessen Nachlass, sondern den Vorlass des Kunstvermittlers, Kunstkritikers, Künstlers und emeritierten Professors für Ästhetik. Dieser Vorlass umfasst u.a. Siebdrucke, Korrespondenzen, Dias, Fotos, Lehrmaterialien, Bild- und Tonmaterial, Publikationen, Presseausschnitte, Kunstobjekte, digitale Daten sowie 2.000 Titel aus Brocks Bibliothek. Er ist das Zeugnis der jahrzehntelangen Arbeit Bazon Brocks (* 1936 in Stolp / Polen), zu der zum Beispiel sein Wirken in der Denkerei in Berlin und dem Studio in Wuppertal zählt, genauso wie die Gründung der „Besucherschulen“ der documenta, durch die die Vermittlung zeitgenössischer Kunst als kritische eigenständige Praxis mit übergeordneten kulturellen Zielen etabliert wurde.

"Es bedeutet mir viel, einen so passenden Ort für mein Lebenswerk gefunden zu haben, an dem es der Öffentlichkeit zugänglich sein kann.“, so Bazon Brock über die Schenkung. Das documenta archiv ist Teil der documenta und Museum Fridericianum gGmbH, es verwahrt Dokumente, die im Zusammenhang mit den documenta Ausstellungen stehen.

Finanzielle Unterstützung zur Erschließung und zur Aufbereitung für die öffentliche Nutzung und wissenschaftliche Auseinandersetzung erhielt das documenta archiv durch Hubert Burda.

www.documenta.de