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Berlin Daily 30.05.2024
Kritische Vermittlung: Kunst und Erinnerungsarbeit

19 Uhr: Franz Wanner im Gespräch mit Nora Sternfeld (Kunstvermittlerin und Kuratorin, Prof.HFBK Hamburg) im Rahmen der Ausstellung "Mind the Memory Gap". KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst | Am Sudhaus 3 | 12053 Berlin

10. Berlin Biennale: We don’t need another hero

von chk (11.01.2018)
vorher Abb. 10. Berlin Biennale: We don’t need another hero

Ausstellungsansicht 9. berlin biennale, Foto kuag

In diesem Jahr findet vom 9. Juni bis 9. September 2018 die 10. Berlin Biennale statt. Die Kuratorin Gabi Ngcobo sowie das kuratorische Team mit Moses Serubiri (Kampala, UG), Nomaduma Rosa Masilela (New York, US), Thiago de Paula Souza (São Paulo, BR), Yvette Mutumba (Berlin, DE) und Maziyar Pahlevan haben jetzt den Titel bekanntgegeben und folgende Inhalte dazu erläutert:

"Mit dem Titel We don’t need another hero versteht sich die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst als Dialog mit Künstler*innen und anderen Beitragenden. Die Beteiligten setzen sich mit den anhaltenden Ängsten und Sorgen in unserer heutigen Zeit auseinander – Ängste, die durch die Missachtung komplexer Subjektivitäten vervielfacht werden – und denken und handeln in ihrer Auseinandersetzung über den Kunstkontext hinaus.

Ausgehend von Europa, Deutschland und Berlin als einer Stadt, die mit der Welt im Dialog steht, stellt sich die 10. Berlin Biennale dem aktuell weitverbreiteten Zustand einer kollektiven Psychose. Mit dem Verweis auf Tina Turners Song We Don’t Need Another Hero aus dem Jahr 1985 nehmen wir Bezug auf eine Zeit unmittelbar vor großen geopolitischen Verschiebungen, die mit Regimewechseln und neuen historischen Protagonist*innen einhergingen. Die 10. Berlin Biennale bietet jedoch keine kohärente Interpretation von Geschichte(n) oder Gegenwart. Wie der Song lehnt sie die Sehnsucht nach einer Heldenfigur ab. Demgegenüber erkundet die 10. Berlin Biennale das politische Potenzial von Strategien der Selbsterhaltung. Dabei verweigert sie sich jedoch starren Wissenssystemen und standardisierten historischen Narrativen, die zur Entstehung toxischer subjektiver Sichtweisen beitragen. Stattdessen interessieren wir uns für alternative Konfigurationen von Wissen und Macht, die Widersprüche und Komplikationen zulassen.

I’m not who you think I’m not, das öffentliche Begleitprogramm der 10. Berlin Biennale, gab bereits im Juli 2017 die künftige Richtung vor. Die Auftaktveranstaltung fand in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Bildungsinitiative Each One Teach One (EOTO) e. V. in Berlin statt. Darauf folgte im September 2017 eine Podiumsdiskussion in Johannesburg in Kooperation mit der FNB JoburgArtFair. Auch im Rahmen des öffentlichen Programms stellen wir generelle Zuschreibungen bezüglich des Daseins und Know-hows infrage. Diese Zuschreibungen basieren in der Regel auf gesellschaftlichen Konstrukten und den damit verknüpften Zuordnungen zu bestimmten Subjektkonstitutionen. Von der Konzeption der 10. Berlin Biennale bis zu ihrem Abschluss im September 2018 stellt das öffentliche Programm Situationen her, die sich diesen Zuordnungen entziehen, und bietet gleichzeitig eine aktualisierte Grammatik zum Umgang mit der Gegenwart an." (PM)

chk

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Presse: Hallräume der Kunst Tobias Timm / DIE ZEIT, 03.04.2008a

Presse: Banal oder subtil? Carsten Probst / Deutschlandfunk (5.4.2008)

Presse: Lieber artig als großartig Brigitte Werneburg / TAZ (5.4.08)

Presse: Was hinter der Faust haust Niklas Maak / FAZ (4.4.08)

Presse: Auf der Schulter der Moderne Elke Buhr / FR-online (4.4.08)

Presse: Der Kiez wird schwarzweiß Swantje Karich / Frankfurter Allgemeine FAZ Net (10.6.10)

Presse: Die Wirklichkeit spricht Körpersprache Karin Schulze / Spiegel Online (10.6.10)

Presse: Seismogramme der Verwerfungen Volkmar Draeger / Neues Deutschland (11.6.10)

Presse: Draußen wartet die Wirklichkeit NINA APIN & ULRICH GUTMAIR / TAZ (12.6.10)

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