18 Uhr: mit Oliver Schübbe + 19 Uhr: Ausstellungen nachhaltig denken und nachhaltig produzieren mit Bernard Vienat und Oliver Schübbe. Im Rahmen von "11. RecyclingDesignpreis". Galerie Nord | Turmstraße 75 | 10551 Berlin
Bereits zum dritten Mal fand in Pankow, Weißensee und Prenzlauer Berg das Kunstfestival artspring statt und lud ein, zeitgenössische Kunst in den Bezirken zu entdecken. Anders als in den Vorjahren, öffneten in diesem Jahr an mehreren Orten Künstler_innen ihre Ateliers, wurden öffentliche Räume wie die Schönhauser Allee Arcaden oder die Janusz-Korczak-Bibliothek miteinbezogen. „Die kulturelle Infrastruktur ist für Pankow ein wichtiges Thema“, betonte auch Matthias Böttcher vom Kulturausschuss des Bezirkes bei der Eröffnung am Freitagabend im Atelierhaus Milchhof, einem zentralen Ort der Kunstproduktion. „Im einwohnerstärksten Bezirk leben 400.000 Menschen, es existieren jedoch nur zwei kommunale Galerien. Es gibt also noch viel zu tun …“. Ein Veranstaltungsformat wie artspring berlin leiste einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung, zeige die kulturelle Vielfalt und, dass sie weiter gefördert werden muss.
In der Ateliergemeinschaft im Kollwitzkiez arbeiten mehr als 40 Künstler_innen. Entsprechend offenbart sich beim Rundgang ein vielfältiges Gemisch höchst unterschiedlicher Positionen: Auch Jan Gottschalk, der mit Julia Brodauf für die Organisation verantwortlich ist, hat hier seit 15 Jahren sein Atelier. Der menschliche Körper, nackt, verletzlich und dennoch sehr präsent, steht im Mittelpunkt seines Werkes. Die Skulpturen und Zeichnungen des Bildhauers mit Lehrauftrag in Weißensee führen nah an die Körper heran, wie bei Schaumgeboren (o.J.), einer weiblichen Figur, die ohne Sicht-Schutz vor uns liegt.
Oder: Silvia Nettekoven - sie zeigt Zeichnungen und Collagen, die in einem konzentrierten Prozess entstehen. Figuren und Materialstrukturen werden zusammengesetzt, ergänzen sich. „Dinge die zufällig oder intuitiv geschehen interessieren mich, … was passiert, wenn ich die Kontrolle aufgebe?“ So bewegen sich beispielsweise auf dem Blatt irregular shape nr. 6 aus der Serie past up (mixed media) unterschiedliche Farbfelder und –formen, dynamisch und offen für Assoziationen der Betrachter_innen.
Im Atelier von Carlos Silva dominieren geometrische Formen, farbstark und strukturiert. Die „Geometrie und die klassischen Regeln der Bildkomposition“, dienen dem kolumbianischen Architekten, Möbeldesigner und Maler als Rahmen. Der „eigentliche Duktus“ sei aber dem „Zusammenspiel des Zufalls und der Kontrolle des Pinsels überlassen.“ So entwickeln die Arbeiten aus der Serie Colourtecture (Tinte, Acryl) mit ihren über- und ineinandergelegten Bögen intensive, anziehende Rhythmen.
Bei Inken Reinert, die auch im Vorstand des Milchhofs aktiv ist, finden die Bewegungen auf Buchseiten statt. In ihrer Serie Silent Language (2014) legt sie mit Fineliner breitgezogene Linien über die linguistischen Untersuchungen der italienischen Wissenschaftler Gemelli und Pastori zur Wahrnehmung eines Lautes. Sie fügt so den phonetischen Mitteilungen visuelle hinzu.
Anne Katrin Stork, ebenfalls interessant, erforscht mit keramischen Arbeiten die „Identität von Dingen und Wesen, ihre Verortung in der Welt“. Ihre Figuren sind organische Kompositionen mit einem starken Bezug zu Impressionen aus der Natur. Die Künstlerin arbeitet in unterschiedlichen Formaten und auch in den sehr kleinen (Figur 83, 14x17x18) entstehen vielschichtige Gebilde, denen sie mit den vielschichtigen, farbigen Glasuren „eine komplexe Klangebene“ hinzufüge.
Geöffnet war auch der Projekt- und Ausstellungsraum der Ateliergemeinschaft - der Pavillon am Milchhof - und präsentierte unter dem Titel Innenwelt der Außenwelt einen Überblick zur Geschichte: Bereits 1991 bezog eine kleine Gruppe den alten Milchhof in der Anklamer Straße in Mitte, 2004 folgte der Umzug in das ehemaligen Schulgebäude in der Schwedter Straße, 2009 eröffnete der Projektraum im Hof des Geländes. Er funktioniere wie ein Schaufester oder eher ein Schaukasten, „sein Inhalt ist Tag und Nacht sichtbar“. Hier fanden Veranstaltungen statt, Ausstellungen, aber auch soziale Positionierungen wie beispielsweise die Offenhaltung des Raumes für Obdachlose.
Veranstaltet von der Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. bot artspring über einen Monat ein vielgestaltiges Programm, zeigte Werke und Projekte von fast 300 Künstlerinnen und Künstlern. Julia Brodauf und Jan Gottschalk bedankten sich für die Förderung vom Bezirksamt, bei allen Beteiligten und den Besucher_innen. „Wir brauchen euch. Wir brauchen Öffentlichkeit, zum Erhalt der Ateliers und Arbeitsmöglichkeiten.“ Auch für 2020 ist wieder ein Kultur-Frühling geplant.
www.artspring.de
www.milchhof-berlin.de
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