Mit einem bunten Fest wurde gestern im Interkulturellen Haus Pankow die Eröffnung der Offenen Ateliers im Rahmen des artspring Festivals gefeiert. Viele Menschen, gute Live-Musik und die obligatorischen Reden stimmten auf die folgenden 2 Tage ein. Und nicht zuletzt betonte Cordelia Koch (Bezirksbürgermeisterin Pankow), dass das gesamte Festival in seiner Vielfältigkeit und Offenheit einen großen Wert für Pankow hat.
280 Pankower Künstler*innen bieten noch über das ganze Wochenende die Möglichkeit, ihre Arbeitsprozesse vor Ort und Arbeiten aus nächster Nähe zu betrachten. Ein unkomplizierter Weg, mit den Kunstschaffenden ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, Neuentdeckungen zu machen, einfach nur zu schauen oder vielleicht das eine oder andere Werk zu kaufen. Das Angebot ist riesig und erstreckt sich über die verschiedensten Medien von Malerei, Zeichnung, Fotografie, Bildhauerei, Installation, Keramik, Multimedia und Design. Die Offenen Atelier sind auch dieses Jahr wieder einer der Höhepunkte des artspring Festivals, das sich mit diesem Wochenende seinem Ende neigt.

Doch trotz Partystimmung geht es vielen der Künstler*innen finanziell schlecht, viele müssen ihre eigentliche Arbeit über Nebenjobs finanzieren. Außerdem nimmt die Zahl der Atelierräume und freien Ausstellungsflächen in den Bezirken weiterhin ab, wie die beiden Berliner Atelierbeauftragten Julia Brodauf und Lennart Siebert ausführten.
Insofern eröffnen die Atelierbesuche den Besuchenden nicht nur die Möglichkeit, sich abseits der ausgetretenen Kunstpfade der Kunst zu nähern, sondern die Grundbausteine des kreativen Prozesses durch Interesse und mögliche Ankäufe zu stärken.

Die übers Wochenende geöffneten Einzel- und Gruppenateliers sind in den Stadtteilen Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee zu finden. Die Festivalzeitung gibt Auskunft zu den einzelnen Standorten.






