Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin unterzeichnet gemeinsam mit den Privatsammlern, Stiftern und Kuratoriumsmitgliedern Dr. Peter und Dr. Eva-Maria Bünte den Stiftungsvertrag. Courtesy Stadtmuseum Berlin

Am 13. November wurde im Stadtmuseum Berlin die Fritz-Ascher-Stiftung von privaten Sammlern des künstlerischen Werkes von Fritz Ascher (1893 – 1970) gegründet. Zweck der Stiftung ist die Würdigung des vergessenen jüdischen Berliner Maler Fritz Ascher im Kontext der verfolgten und verfemten Künstler und Künstlerinnen der Berliner „Vergessenen Moderne“. Mit 2.800 Gemälden vor allem aus dem 19. und 20. Jahrhundert und Werken jüdischer Maler wie Max Liebermann und Lesser Ury erschien den Stiftern das Stadtmuseum Berlin als idealer Ort, um das Andenken an den Fritz Ascher zu bewahren.

Biograifsches:
Fritz Ascher verbrachte den Großteil seines Lebens in Berlin, wo er zwei Weltkriege überlebte sowie im Untergrund die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Sein Malstil ist von kühner Pinselführung und expressionistischer Farbwahl gekennzeichnet. Inhaltlich stehen frühe akademische Studien und figurale Kompositionen der Weimarer Republik im Kontrast zu den nach 1945 entstandenen mystischen Landschaften des Künstlers. In seinem Versteck, in dem er von 1942 bis 1945 lebte, schuf Ascher Gedichte, die als „ungemalte Bilder“ verstanden werden können. Die weltweit erste Werkschau des Künstlers war war von 2016 bis 2018 in sechs Museen in Deutschland und 2019 in den USA (New York) zu sehen. (PM)

Stiftungskuratorium: Paul Spies, Vorstand und Direktor der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Eckhart Gillen, Kunsthistoriker und Kurator, und Rachel Stern, Direktorin der New Yorker Fritz Ascher Society for Persecuted, Ostracized and Banned Art, Inc.

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