v.l.n.r.: Kerstin Gold | Kunstmarktexpertin, Andreas Herrmann | Vorsitzender lvbg Landesverband Berliner Galerien, Michael Biel | Staatssekretär Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Werner Tammen | Vorsitzender lvbg Landesverband Berliner Galerien, Prof. Dr. Klaus Goldhammer | Geschäftsführer Goldmedia GmbH, Foto: ct

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der Landesverband Berliner Galerien luden am Dienstag (26.4.22) in die Galerie Thomas Schulte zur Präsentation der Studie Digitalisierung im Berliner Kunstmarkt ein. Diese beschäftigt sich mit dem aktuellen Stand der Digitalisierung in Berliner Galerien und umfasst einen Erhebungszeitraum von September 2021 bis November 2021.

Fast 350 Galerien, viele langjährig, einige auch Neugründungen, erwirtschaften im Jahr zwischen unter 20.000 EUR und über 2.000 0000 EUR. Der Anteil digitaler Erlöse beträgt 13%, das heißt, diese werden unter anderen über E-mail, Instagram oder beispielsweise Artsy erzielt.
13% der Galerien investierten über 10.000 Euro pro Jahr in digitale Aktivitäten. Den größten Nutzen erfahren die eigene Website und der E-mail Verkehr. Danach folgen die Social-Media-Kanäle mit Instagram, Facebook, LinkedIn und Twitter. Bei der Nutzung von Drittplattformen führt Artsy mit 34% vor Artnet und Artland mit 21% bzw. 15%.
Der Ausbau des eigenen Online Auftritts gilt als eine der Erfolg versprechenden Maßnahmen. Doch um die Online-Verkäufe gezielt zu steigern, entstehen Mehrkosten für teure Software-Produkte und zusätzliches Personal.

Als Zukunftsthemen werden in einem Hype Cycle, der grafischen Darstellung eines Erregungs- bzw. Bedeutungsverlaufs, unter anderem Art/Fin Techs, NFTs, Blockchain und Datenaggregation, Ar und VR als Gipfel überhöhter Erwartungen genannt. Digitale Messen, E-Commerce, Soziale Netzwerke oder gemeinsame Plattformen, Websites und Künstler*innen als Influencer langfristig stellen hingegen ein Plateau der Produktivität dar.
Der Senat gibt an, den Galerien-Sektor als Wirtschaftsfaktor erkannt zu haben und die Galeristin Esther Schipper lässt sich mit dem Satz zitieren: “Der Kunstmarkt ist die letzte Kulturbranche, die zu einer Industrie wird.”

Bei all dem werden sich sowohl Kund*innen als auch Technologien in Zukunft verändern. Kund*innen sind besser über Kunst und Künstler*innen informiert. Technologien wie VR, AR, AI und Crypto, NFT und Blockchain werden neue Räume, Plattformen, Märkte und Verfahren bereithalten. Es wird also vieles geschehen und gut informiert zu sein, bleibt die Basis der Partizipation.

Positive Beispiele:

Galerie Barbara Thumm
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