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Die Reform der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

von chk (09.12.2022)
vorher Abb. Die Reform der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Mitglied der Reformkommission der SPK
Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien und Vorsitzende des Stiftungsrates der SPK
Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin


Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) - eine der weltweit größten Kultureinrichtungen - steht vor einem grundlegenden Wandel. Bereits 2020 wurde ein Gutachten des Wissenschaftsrates mit Strukturempfehlungen zur Neuausrichtung der SPK vorgestellt, wie es zeitgemäßer, dienstleistungsorientierter, kosteneffizienter und – nicht zu vergessen – inhaltlich besser werden könnte. Konkret sah das Gutachten die Auflösung der Dachstruktur vor: u. a. sollte nicht mehr eine einzelne Person dem Verbund vorsitzen, eine inhaltlich-fachliche Autonomie der einzelnen Häuser wurde empfohlen sowie deren Budgethoheit inklusive Personalplanung.
Auf einer Pressekonferenz am 5. Dezember 2022 der Stiftung wurden nun die Eckpunkte für die Reform vorgestellt, die in einem Grundsatzpaket einstimmig vom Stiftungsrat, das heißt vom Bund und den Ländern, beschlossen wurden.
Einer der Eckpunkte lautete, dass die Museen und Einrichtungen des Verbunds durch mehr Autonomie gestärkt werden, was, so Claudia Roth, Staatsministerin für Kultur und Medien und Vorsitzende des Stiftungsrates der SPK, zugleich mehr Eigenverantwortung bedeutet. Fast anachronistisch mutet es hingegen an, wenn die fachlichen Kompetenzen der verschiedenen Institutionen der SPK auch Entscheidungsmöglichkeiten implizieren wie die Budgetverwaltung. Damit in Zukunft nicht jede Einrichtung "ihr eigenes Süppchen” kocht, bleibt der Verbund als solcher erhalten und dient mit einer Serviceeinheit der Bündelung beispielsweise von Verwaltungsaufgaben. Als Leitung des Verbundes ist ein “Kollegialorgan” vorgesehen, das aus bis zu sieben Mitgliedern besteht.
Verbessert werden soll die Zusammenarbeit zwischen dem Ethnologischen Museum, dem Museum für Asiatische Kunst und der Stiftung Humboldt Forum. In diesem Zusammenhang wird auch die Zusammenführung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Humboldt Forums geprüft. Dass es jedoch nicht nur um die einzelnen Häuser in Berlin geht, betonte Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, Mitglied der Reformkommission, der die bundesweite Bedeutung der Stiftung hervorhob und damit indirekt begründete, dass man nicht, wie der Wissenschaftsrat in seinem Gutachten empfahl, die Stiftung als solche auflösen sollte. Auch Hermann Parzinger, Präsident der SPK, sieht eine hohe Identifikation der einzelnen Bundesländer gegeben, sodass die Arbeit an der Neuaufstellung der Stiftung besonders wichtig ist.
Das Echo in der Kulturszene ist zwiegespalten, die einen halten die Eckpunkte, die viele Fragen offenlassen, für unkonkret. Manche äußern Zuversicht wie der Direktor der Neuen Nationalgalerie, Klaus Biesenbach (gegenüber dem Monopol Magazin) bezüglich zukünftiger Strukturveränderungen, die jetzt in Angriff genommen werden. Andere wie Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat erachten es als zentrale Entscheidung, “...dass die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nicht zerschlagen wird”.
Festzuhalten bleibt, dass auf der Pressekonferenz vieles im Vagen gehalten wurde und wohl erst mit der Zeit - nach einem notwendigen Gesetzgebungsverfahren - Entscheidungen über einen neuen Namen der Stiftung oder das Budget für die einzelnen Institutionen fallen werden. Die nachfolgenden Arbeiten der Reformkommission übernehmen jetzt Stiftung und Träger in den bestehenden Abstimmungsgremien (Stiftungsrat, Referentenkommission, ad-hoc-AG der Länder mit Bundesbeteiligung und SPK).

www.preussischer-kulturbesitz.de

chk

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