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Die Belgische Botschaft

von Stella Hoepner-Fillies (31.01.2003)


Die Belgische Botschaft

Die Architektur der Belgischen Botschaft in der JĂ€gerstrasse 52/53 hĂ€lt sich nicht zurĂŒck, schon von weitem stechen die orangefarbenen SĂ€ulen in Verbindung mit der anthrazitfarbenen Fassade ins Auge.
Innerhalb eines Jahres (2000-2001) erfolgte der Umbau in Verbindung mit einer Aufstockung durch das ArchitekturbĂŒro RĂŒthnickArchitektenIngenieure aus Berlin und kostete ca. 7,5 Millionen DM.

Bereits 1913 und 1938 erwarb Belgien zwei nebeneinanderliegende GrundstĂŒcke fĂŒr seine Botschaft in der JĂ€gerstrasse. Die Haus wurde im 2. Weltkrieg zerstört und das GelĂ€nde lag bis zur Enteignung 1966 brach. Danach erbaute das Ministerium fĂŒr Staatssicherheit auf diesen GrundstĂŒcken einen Stahlbeton-Skelettbau zur eigenen Verwendung. Nach 1989 zog das Gesundheitsamt Mitte ein und 1993 kaufte das Land Belgien die Immobilie mitsamt GrundstĂŒck zurĂŒck. Der 1998 ausgeschriebene Architekturwettbewerb sah von Anfang an eine Umnutzung der vorhandenen Bebauung vor.

Trotz großer Schwierigkeiten gelang der Architektin Elisabeth RĂŒthnick diese "Transformation" vom DDR-Plattenbau zur ReprĂ€sentanz eines europĂ€ischen Landes mit großem Engagement und beeindruckender Klarheit.

Mit relativ kleinen Eingriffen wird ein vorsichtiger Umgang mit dem Vorhandenen thematisiert: Der Eingangsbereich wird entkernt und die StĂŒtzen mit Spritzbeton oval ummantelt, an gegebenen Stellen werden Deckenelemente entfernt, um damit ReprĂ€sentationsrĂ€ume generöser zu gestalten. Die Fassade wird auch aus bauphysikalischen GrĂŒnden verstĂ€rkt und verputzt, so dass die ehemals charakteristischen Fugen verschwinden. Die Fensterstruktur bleibt grĂ¶ĂŸtenteils bestehen, löst sich aber vor den verĂ€nderten InnenrĂ€umen zu Gunsten anderer Elemente auf. Der Eingangsbereich, nun großflĂ€chig verglast und zweistöckig, zieht sich quer durch das ganze GebĂ€ude und erschließt den neuen ovalen Saal im Hof.

Die Aufstockung im Dachgeschoss greift ebenfalls die vorhandene Struktur der Fassadengliederung auf, ohne sich jedoch anzubiedern. Das gewĂ€hlte Material unterstĂŒtzt ihre EigenstĂ€ndigkeit.

Der neue Saal im Hof bildet in Verbindung mit einer gelungenen Hofgestaltung einen der Höhepunkte des GebĂ€udes und hĂ€lt diesem Anspruch bis hin zur BauausfĂŒhrung stand.

Ein bemerkenswertes Architekturbeispiel, das seiner selbstgestellten Aufgabe von der Fassade bis zum Umgang mit der Hofeinfahrt, vom Fußbodenbelag bis zum Fensterprofil gewachsen bleibt.

Belgische Botschaft
JĂ€gerstrasse 52/53,
10117 Berlin



Stella Hoepner-Fillies

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