Peter Schäfer, der seit 1. September 2014 als Direktor die Stiftung Jüdisches Museum Berlin (JMB) leitete, hat am Freitag der Kulturstaatsministerin Monika Grütters seinen Rücktritt angeboten. Wie das Museum mitteilte, "um weiteren Schaden vom Jüdischen Museum Berlin abzuwenden".
Verschiedene Medien, darunter Die Zeit, Süddeutsche oder Deutschlandradio, berichten, dass das Jüdische Museum in den letzten Monaten in der Kritik stand, u.a. durch den Zentralrat der Juden, der einen Tweet des JMB als unangemessen einstufte und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, der an der kürzlich stattgefundenen Ausstellung "Welcome to Jerusalem" eine einseitig-palästinensisch Sicht bemängelte.
Staatsministerin Grütters hat Schäfers Rücktritt angenommen und erklärt:
Zu den aktuellen Entwicklungen erklärt die Stiftungsratsvorsitzende Monika Grütters: „Ich respektiere die Entscheidung von Professor Peter Schäfer, mit sofortiger Wirkung von seiner Position als Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin zurückzutreten. Ich danke ihm für seine Arbeit und bin zuversichtlich, dass das Team des Jüdischen Museums die von Professor Schäfer angestoßenen Projekte, insbesondere die neue Dauerausstellung und den Bau eines Kindermuseums, zu einem guten Abschluss bringen wird. Der Stiftungsrat und die eingesetzte Findungskommission werden ihre bereits eingeleitete Suche nach einer neuen Direktorin bzw. einem neuen Direktor fortsetzen. Alle Verantwortlichen müssen dazu beitragen, dass sich das Jüdische Museum Berlin wieder auf seine inhaltlich wichtige Arbeit konzentrieren kann.“
Einen informativen Überblick bietet die Wochenendausgabe (15./16.6.2019) der TAZ in ihrem Artikel Streit, Macht, Kontrolle von Jannis Hagmann und Stefan Reinecke.
Und art-in-berlin berichtete in dieser Woche über die Ausstellung This Place:
www.art-in-berlin.de
www.jmberlin.de





