Die Performance "Where Your Ideas Become Civic Actions" der kubanischen Künstlerin und Aktivistin Tania Bruguera musste aufgrund massiver Störungen am Wochenende abgebrochen werden. Propagandistische Interventionen im Kunstkontext zerstören den Diskurs und sind in keiner Weise hilfreich.
Anbei die Stellungnahme der Direktoren des Hamburger Bahnhof Sam Bardaouil und Till Fellrath:
"Am Samstag, den 10. Februar, wurde der Hamburger Bahnhof zweimal von Mitgliedern einer politischen Aktivistengruppe angegriffen, die Tania Brugueras Performance „Where Your Ideas Become Civic Actions (100 Hours Reading „The Origins of Totalitarism ")" störten.
Der erste Vorfall ereignete sich zwischen 14 und 15 Uhr, als die Gruppe, die sich für die Lesung angemeldet hatte, die Aufführung nutzte, um Hassreden zu verbreiten.
Der zweite Vorfall ereignete sich zwischen 20 und 21 Uhr, als Mitglieder derselben Gruppe zurückkehrten und gewaltsame Hassreden gegenüber eine der Leser*innen und einem der Museumsdirektoren äußerten.
Unter diesen Umständen ist der offene Dialog, der mit dieser Aufführung angestrebt wird, nicht mehr möglich.
Heute Morgen beschloss die Künstlerin, die Performance zu beenden, und sich damit eindeutig gegen Hassreden und jede Form von Gewalt zu stellen.
„Wir respektieren und stehen voll und ganz hinter der Entscheidung der Künstlerin und lehnen jede Form von Hassrede und Gewalt kategorisch ab. Wir bedauern zutiefst, dass wir so vorgehen müssen, um die Sicherheit der Teilnehmenden der Performance zu schützen. Wir laden die Menschen ein, über die Konsequenzen nachzudenken, die sich aus der Missachtung der Freiheit der Kunst ergeben", sagten die Hamburger Bahnhof-Direktoren Sam Bardaouil und Till Fellrath."
Was die Performance von Tania Bruguera thematisiert, lesen Sie in unserer Besprechung von Katja Hock.
Berlin Daily · 06.11.2026
In Conversation
15 Uhr: mit Sophie Calle (engl.). Reihe: Gespräche mit internationalen Künstler*innen Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart Invalidenstraße 50 | 10557 Berlin
Propagandistische Interventionen im Kunstkontext zerstören den Diskurs
von Die Redaktion art-in-berlin
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