Der Bühnen- und Kostümbildner, Maler, Regisseur, Sammler und Stifter Achim Freyer (* 1934 in Berlin) erhält den Konrad-Wolf-Preis 2022 der Akademie der Künste. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird ausnahmsweise erst in diesem Jahr am 8. Dezember 2023 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg verliehen.
In der Jurybegründung heißt es: "Bereits in der frühen Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus, Benno Besson und Adolf Dresen wurden seine Bühnenbilder zum ins Bewusstsein sich drängenden, die Handlung fordernden Sinnes- und Gedankenraum. Allein die Nichtunterordnung einer unter die andere Kunst barg eine systemsprengende Kraft, die Achim Freyer auch als Regisseur in das westdeutsche Theater einbrachte, die er als Theatermacher und Maler bis heute als kreativen Fundus der Erneuerung unerschöpflich vervielfältigte, durch einen bildnerischen Erfindungsreichtum, der, in einem luziden Spiel von Grenzüberschreitung und Symbiose zwischen beiden, Bildende Kunst und Theater nachhaltig in ein neues, egalitäres Verhältnis gesetzt hat ..."
Jury der Sektion Darstellende Kunst: Reinhild Hoffmann, Christian Grashof und der im Februar 2023 verstorbene Jürgen Flimm.
Achim Freyer studierte Malerei und war Meisterschüler von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble. Er arbeitet als Regisseur und inszenierte an führenden Theatern weltweit. Mehrfach wurde er ausgezeichnet. Als bildender Künstler war er zweifacher documenta-Teilnehmer und ist auf vielen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. Von 1976 bis 2002 war Freyer ordentlicher Professor an der Universität der Künste Berlin.
2012 eröffnete Achim Freyer das Kunsthaus der ACHIM FREYER STIFTUNG, in dem seither zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen stattfinden.
Der Konrad-Wolf-Preis 2023 wurde am 22. Oktober 2023 an Julian Assange








