art-in-berlin unterstützt den Protest gegen die Verurteilung der iranischen Filmemacher Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof. Die beiden sind für einen noch nicht gedrehten Film im Dezember letzten Jahres zu sechs Jahren Haft, zwanzig Jahren Berufsverbot sowie zwanzig Jahren Reise- und Interviewverbot verurteilt worden.
Die Jury-Präsidentin Isabella Rossellini hat gestern zur Eröffnung der 61. Berlinale einen Brief von Jafar Panahi vorgelesen, in dem der Regisseur eindrücklich seine aktuelle Situation beschreibt:
U.a. heißt es:
"... Ich wurde zu 20 Jahren Stillschweigen verdammt. Aber in meinen Träumen schreie ich nach einer Zeit, in der wir uns gegenseitig tolerieren und unsere jeweiligen Meinungen respektieren, in der wir füreinander leben können.
...
Ich stelle mich der Wirklichkeit der Gefangenschaft und der Häscher. Ich werde nach den Manifestationen meiner Träume in Euren Filmen Ausschau halten: In der Hoffnung, dort das zu finden, was mir genommen wurde."
Zum Unterzeichnen der Petition:
TAZ / Petition
Berlin Daily 11.05.2026
Die tatsächliche Macht der substanzlosen Placebos
18 Uhr: Bazon im Hoftheater Kreuzberg e.V. Naunynstraße 63, Kreuzberg, 10997 Berlin
Berlinale Stuhl für Jurymitglied Jafar Panahi bleibt leer
von chk
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